Bürger*innenpetition zu den Prager Öffis zeigt Wirkung
11.9.2026
Die Stadt Prag will die Sauberkeit und Instandhaltung im Umfeld von U-Bahn-Stationen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs verbessern. Anlass ist eine von rund 1.300 Menschen unterzeichnete Petition, die auf Verschmutzungen und weitere Probleme im öffentlichen Raum aufmerksam macht. Die Unterzeichner*innen fordern unter anderem eine konsequentere Reinigung, die schnelle Entfernung von Graffiti und beschädigtem Stadtmobiliar sowie eine bessere Beleuchtung. Zudem wünschen sie sich eine stärkere Präsenz der Stadtpolizei und wirksamere Unterstützung für Menschen in sozialen Notlagen. Das Stadtparlament und die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) sollen nun zunächst besonders problematische Standorte identifizieren und die Zuständigkeit für deren Reinigung eindeutig festlegen. Bis Ende März 2027 soll außerdem ein einheitlicher Standard für Sauberkeit und Instandhaltung ausgearbeitet werden. Dieser soll bestimmen, wie häufig einzelne Bereiche gereinigt werden und innerhalb welcher Fristen Graffiti, beschädigte Einrichtungen und andere Mängel beseitigt werden müssen. Gleichzeitig soll eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet werden, über die Bürger*innen entsprechende Probleme melden können. Die DPP hat bereits Anfang 2026 drei neue Reinigungsunternehmen beauftragt und setzt neben der regulären Reinigung zunehmend auch auf zusätzliche Einsätze an besonders belasteten Orten. Ziel der neuen Regelung ist, die bisher unklaren Zuständigkeiten zwischen Stadt, Bezirken und Verkehrsbetrieben zu beseitigen und für ein einheitliches Erscheinungsbild im Umfeld des öffentlichen Nahverkehrs zu sorgen.