Fernwärme Sofia mit Schulden von über 1,3 Milliarden Euro
3.9.2026
Die Verbindlichkeiten von Fernwärme Sofia innerhalb der Unternehmensgruppe der Bulgarian Energy Holding (BEH) haben inzwischen 1,3 Milliarden Euro überschritten. Das erklärte Energieministerin Iva Petrova (parteilos). Allein gegenüber dem staatlichen Gasversorger Bulgargaz belaufen sich die Schulden auf mehr als 800 Millionen Euro, weitere rund 400 Millionen Euro entfallen auf frühere, nicht beglichene Gasrechnungen gegenüber der BEH. Laut Petrova ist Fernwärme Sofia damit eines der größten finanziellen Risiken für Bulgargaz. Das Energieministerium kündigte ein Arbeitstreffen an, bei dem die finanzielle Lage des Unternehmens und die Vorbereitung auf die kommende Heizsaison besprochen werden sollen. Bereits zuvor hatten staatliche Stellen das Fernwärmenetz und laufende Instandsetzungsarbeiten überprüft. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem veralteten Leitungsnetz in Sofia, das in den vergangenen Jahren wiederholt von Störungen und Ausfällen betroffen war. Die steigende Verschuldung stellt damit auch die Stadt Sofia als Eigentümerin vor große Herausforderungen. Offen ist, wie die Schulden langfristig abgebaut und zugleich die notwendigen Investitionen in die Modernisierung des Fernwärmenetzes finanziert werden sollen.