Hohe Haushaltsüberschüsse lassen Prags Rücklagen wachsen

15.8.2026

In den vergangenen Jahren hat Prag regelmäßig hohe Haushaltsüberschüsse erzielt und Schulden abgebaut. 2023 lag der Überschuss bei rund 1,17 Milliarden Euro, 2024 bei etwa 918 Millionen Euro und im vergangenen Jahr bei ungefähr 967 Millionen Euro. Die Stadt verwendet einen Teil der Mittel für die zukünftigen Budgets, verteilt Geld an die Stadtbezirke und hält weitere Beträge für geplante Investitionen zurück. Dazu gehören große Vorhaben wie der Bau der U-Bahn-Linie D und die Fertigstellung des inneren Stadtrings. Insgesamt befinden sich Projekte im Wert von rund 20 Milliarden Euro in Vorbereitung oder haben bereits begonnen. Gleichzeitig sinkt die Verschuldung bei der Europäischen Investitionsbank, bei der die Stadt unter anderem für den Wiederaufbau nach der Flut von 2002 und für den Ausbau der U-Bahn Kredite aufgenommen hatte. Der Schuldenstand erreichte 2013 mit 1,38 Milliarden Euro seinen Höchststand und lag Ende vergangenen Jahres nur noch bei etwa 190 Millionen Euro. Das Finanzministerium kritisiert die hohen Überschüsse, weil die Stadt ihr Investitionspotenzial nicht ausreichend nutze. Auch die Opposition bemängelt, dass die umfangreichen Rücklagen bisher nicht stärker in konkrete Investitionen für die Bevölkerung fließen würden. Die Stadt verweist dagegen auf die hohen Kosten der geplanten Projekte und die geringe finanzielle Beteiligung des Staates. 

Quelle: Prazsky.denik.cz, Prag