Markusplatz im Zagreber Zentrum seit fünf Jahren abgesperrt
11.8.2026
Der malerische Markusplatz im historischen Zentrum Zagrebs ist seit mehr als fünfeinhalb Jahren für die Öffentlichkeit weitgehend abgesperrt. Seit der Einführung der Sicherheitsmaßnahmen sind nach Recherche der Tageszeitung Jutarnji list bereits 2.127 Tage vergangen. Die Absperrungen wurden nach dem bewaffneten Angriff auf den kroatischen Regierungssitz im Oktober 2020, bei dem ein Polizist verwundet wurde, errichtet und prägen seither das Bild eines der bekanntesten Plätze der Stadt. Besonders auffällig ist die Situation, weil das kroatische Parlament wegen der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes inzwischen nicht mehr am Markusplatz tagt und die Regierung ihre Sitzungen vorübergehend im Konferenzzentrum der Universitätsbibliothek abhält. Dennoch erklärt das kroatische Innenministerium auf eine Presseanfrage, dass weiterhin Gründe für besondere Schutzmaßnahmen bestünden, ohne diese weiter zu erläutern. Für Bürger*innen und Tourist*innen bleibt damit ein zentraler Teil der Oberstadt nur eingeschränkt zugänglich. Was als Sicherheitsmaßnahme begann, ist längst auch zu einer Frage geworden, wem einer der symbolisch wichtigsten öffentlichen Räume Zagrebs eigentlich gehört. Die Zagreber Stadtverwaltung forderte bereits mehrere Male die Öffnung, ist diesbezüglich jedoch machtlos.