Neuer Vertrag stärkt die kommunale Müllabfuhr in Prag
1.8.2026
Seit dem 1. August 2026 gilt ein neuer Zehnjahresvertrag zwischen der Stadt Prag und dem kommunalen Unternehmen Prager Dienste AG (PSAS), das unter anderem für die Prager Müllabfuhr zuständig ist. Die Hauptstadt vergab den Auftrag im sogenannten In-House-Verfahren direkt, also ohne öffentliche Ausschreibung. Möglich ist dies, weil PSAS vollständig im Besitz der Stadt steht. Derzeit übernimmt PSAS die Müllabfuhr in rund 70 Prozent des Stadtgebiets. In den übrigen Teilen Prags sind noch private Anbieter*innen wie AVE, Ipodec und Komwag tätig. Gemäß dem neuen Plan soll der Anteil von PSAS schrittweise steigen. Bis Ende 2029 soll das Unternehmen mindestens 80 Prozent des Stadtgebiets betreuen, bis 2034 90 Prozent und bis August 2036 95 Prozent. Prag will damit die Abfallwirtschaft stärker unter eigene Kontrolle bringen und langfristig einheitlichere Standards bei Müllabfuhr, Planung und Organisation schaffen. Die Grundlage dafür wurde bereits in den vergangenen Jahren gelegt: 2017 erhöhte die Stadt ihren Anteil an PSAS auf 96,24 Prozent, nachdem sie Anteile von EP Industries übernommen hatte. 2018 wurde die Verdrängung der Minderheitsaktionär*innen beschlossen. Seitdem ist die Stadt Prag alleinige Eigentümerin des Unternehmens, was die direkte Vergabe im In-House-Modell ermöglicht.