Blutreserven in Prag erreichen kritisches Minimum

13.8.2026

In mehreren Prager Kliniken sind die Blutreserven auf ein kritisches Niveau gesunken. Besonders knapp sind die Blutgruppen A und 0, jeweils sowohl Rhesus-positiv als auch Rhesus-negativ. Besonders dringend wird Blut der Gruppe 0 Rh-negativ benötigt. Dieses fehlt nicht nur am Prager Institut für Hämatologie und Bluttransfusionen. Auch die Transfusionsstation des Universitätskrankenhauses Královské Vinohrady verfügt nur noch über geringe Bestände der Gruppen A, 0 und B. Ähnlich ist die Lage im Zentralen Militärkrankenhaus, während das Allgemeine Universitätskrankenhaus insbesondere auf einen Mangel an A-negativem und B-negativem Blut verweist. Urlaubsreisen und Aufenthalte in Regionen mit bestimmten Infektionskrankheiten können die Möglichkeiten zur Blutspende zusätzlich einschränken. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Blutspender*innen langfristig ab: Im vergangenen Jahr spendeten in Tschechien rund 348.000 Menschen Blut, nach 362.000 im Vorjahr. Transfusionszentren hoffen besonders auf jüngere Spender*innen, da ältere Menschen zunehmend nicht mehr für Blutspenden infrage kommen. Spender*innen erhalten unter anderem einen freien Arbeitstag und können pro Spende rund 120 Euro vom steuerpflichtigen Einkommen absetzen.​

Quelle: Novinky.cz, Prag