Mutmaßlicher Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg
1.9.2026
Bei einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf das Stromnetz in Brandenburg wurde eine zweistellige Zahl an selbstgebauten Spreng- und Brandvorrichtungen entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden in zwei Fällen leitfähige Materialien in eine Höchstspannungsleitung eingebracht und dadurch Kurzschlüsse ausgelöst. Die allgemeine Stromversorgung blieb stabil. Allerdings fiel im Kraftwerk Jänschwalde vorübergehend ein 500-Megawatt-Block aus. Ob ein Zusammenhang mit dem Anschlag besteht, wird untersucht. Wer hinter der Tat steckt und welches Motiv dahintersteht, ist noch unklar. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) sprach von einem "mutmaßlichen Anschlag" und einer besorgniserregend hohen Frequenz derartiger Vorfälle. Es sei nun notwendig, kritische Infrastruktur entschlossen zu schützen. Laut Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) habe sich die Sicherheitslage für kritische Infrastruktur grundlegend verändert. Das Vorgehen sei systematisch und "kein Kinderstreich." Brandenburg arbeitet an einem Gesetz, das es Betreiber*innen kritischer Infrastruktur unter bestimmten Voraussetzungen möglich machen soll, selbst Drohnen zu erfassen und abzuwehren.