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Zagreb / Kroatien

Sanierung der Pelješac-Brücke in Kroatien startet im Herbst

Im Oktober beginnt die Sanierung kleinerer Mängel sowie aller sechs Betonpfeiler der Pelješac-Brücke, die den Süden Kroatiens seit vier Jahren mit dem Rest des Landes verbindet. An der Brücke wurden keine strukturellen Schäden festgestellt, und es besteht keinerlei Gefahr für die Stabilität oder die Verkehrssicherheit. Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der nächsten Tourismussaison, also bis Juni, abgeschlossen sein. Falls dies nicht gelingt, werden sie im Herbst des kommenden Jahres fortgesetzt. Während der Sanierungsarbeiten bleibt die Brücke für den Verkehr geöffnet. An der Brücke wurden Risse in der obersten Betonschicht festgestellt, vor allem an den Pfeilern. Diese haben sich ausgeweitet, in einigen Bereichen sind Feuchtigkeit und Wasser eingedrungen. Die Sanierung ist notwendig, da andernfalls Wasser und Salz mit der Zeit bis zur Armierung der Pfeiler vordringen könnten. Dies würde zu Korrosion führen und zudem die Gefahr bergen, dass Betonteile auf die Fahrbahn stürzen. Es handelt sich um Schäden, die bei einem solchen Infrastrukturprojekt nicht ungewöhnlich sind. Die Sanierungsarbeiten wird das Unternehmen "China Road and Bridge Corporation" durchführen, welches die Brücke auch gebaut hat, da die zehnjährige Gewährleistung für die Beseitigung von Baumängeln weiterhin gilt. Der Gesamtwert aller Arbeiten wird inoffiziell auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt.

Prag / Tschechien

Handyverbot an tschechischen Schulen einstimmig beschlossen

Die tschechische Regierung hat einstimmig eine befürwortende Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf für ein Handyverbot an Schulen verabschiedet. Der Vorschlag wurde von Premierminister Andrej Babiš (ANO – JA) und Bildungsminister Robert Plaga (ANO – JA) eingebracht. Das Verbot soll für Grundschulen, Kindergärten sowie die Unterstufen mehrjähriger Gymnasien gelten. Nach dem Entwurf müssten die Schulen die Nutzung von Mobiltelefonen während des gesamten Aufenthalts der Kinder in der Schule untersagen. Betroffen wären damit nicht nur Unterrichtsstunden, sondern auch Pausen, Schulkantinen und Nachmittagsbetreuung. Ausnahmen soll es geben, wenn Mobiltelefone im Unterricht ausdrücklich von Lehrkräften eingesetzt werden. Eine Nutzung aus gesundheitlichen Gründen oder im Zusammenhang mit besonderen Bildungsbedürfnissen einzelner Schüler*innen soll erlaubt bleiben. Ziel des Entwurfs ist es, eine einheitliche gesetzliche Regelung für alle betroffenen Schulen zu schaffen. Der Vorschlag wurde nicht im üblichen Verfahren behandelt, weshalb sich die Schulen bislang nicht offiziell dazu äußern konnten. Das Bildungsministerium begründet dieses Vorgehen mit dem Wunsch, das Gesetzgebungsverfahren zu beschleunigen. Kritik kommt unter anderem vom Kinderombudsmann, der eine gesetzliche Regelung für überflüssig hält. Schulleitungen hätten bereits heute über Möglichkeiten, die Handynutzung per Schulordnungen einzuschränken oder Geräte vorübergehend einzuziehen. Nach Angaben des Ministeriums ist die Nutzung von Mobiltelefonen schon jetzt an 93 Prozent der Schulen in der Schulordnung geregelt. Das allgemeine Verbot könnte am 1. September 2027 in Kraft treten. ​

Prag / Tschechien

Stärkere Kontrollen von E-Fahrzeugen in Prag

Die Stadt Prag und die Polizei verstärken in den Sommermonaten die Kontrollen von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr. Im Mittelpunkt stehen vor allem E-Bikes, E-Roller und andere elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die zunehmend von Einwohner*innen, Tourist*innen und Lieferdiensten genutzt werden. Bei einer der jüngsten Kontrollen überprüften die Beamt*innen 94 Fahrzeuge. In 37 Fällen stellten sie Mängel fest, meist im Zusammenhang mit einem schlechten technischen Zustand oder unzulässigen Anpassungen. Gegen 21 Fahrer*innen wurden vor Ort Geldstrafen in Höhe von insgesamt 2.300 Euro ausgestellt. Weitere zehn Fälle wurden an die zuständige Verwaltungsbehörde weitergeleitet, sechs ausländische Fahrer*innen mussten Kautionen von etwa 1.100 Euro hinterlegen. Nach Angaben der Stadt entsprechen viele Fahrzeuge, die als E-Bikes oder E-Roller genutzt werden, nicht den gesetzlichen Vorgaben. Besonders problematisch sind umgebaute E-Bikes von Lieferdiensten, bei denen die Motorunterstützung häufig über die erlaubte Grenze von 25 Kilometern pro Stunde hinausgeht oder ohne Treten funktioniert. Die Stadt sieht darin vor allem auf Radwegen, in Fußgänger*innenzonen, Parks und stark frequentierten Bereichen ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Neben der Unfallgefahr bereiten Elektrofahrzeuge auch der Feuerwehr Sorgen. Vor allem Batterien in schlechtem technischem Zustand können Brände auslösen, die schwer zu löschen sind. Die strengeren Kontrollen stehen vor dem Hintergrund eines starken Booms der Elektromobilität in Prag. Während E-Autos, Elektroscooter und elektrische Lieferfahrzeuge immer häufiger werden, investiert die Stadt zugleich in neue E-Ladesäulen. Prag verspricht, bis Ende 2027 1.500 neue E-Ladesäulen zu errichten.

Sofia / Bulgarien

Boulevard in Sofia wird an Wochenenden zur Fußgänger*innenzone

​An allen Augustwochenenden wird der Sofioter Zar-Osvoboditel-Boulevard für den Autoverkehr gesperrt und in einen Ort für Spaziergänge, Begegnungen und urbanes Leben verwandelt. Möglich wird dies durch die Initiative "Sommer auf den Pflastersteinen", die einen der symbolträchtigsten Orte der bulgarischen Hauptstadt für Einwohner*innen und Gäst*innen der Stadt öffnet. Die Verkehrsbeschränkung gilt jeweils von Samstag, 6 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr. Die berühmten gelben Pflastersteine zählen zu den bekanntesten Wahrzeichen Sofias. Das Areal rund um die Bulgarische Akademie der Wissenschaften, das Nationaltheater, den ehemaligen Königspalast, den Stadtgarten und den Knjaz-Aleksandar-I-Platz  bildet das historische Herz der bulgarischen Hauptstadt. Im August wird dieser Bereich den Menschen gehören – als Raum für Spaziergänge, Begegnungen und neue Erlebnisse im Stadtzentrum. Mit der Initiative möchte die Stadt Sofia die aktive Nutzung öffentlicher Räume fördern und mehr Möglichkeiten für Bewegung, gemeinschaftliche Aktivitäten sowie Kultur unter freiem Himmel schaffen. Gleichzeitig soll ein ruhigeres und saubereres Stadtzentrum entstehen. Wie die Stadtverwaltung betont, wird die zeitweise Öffnung zentraler Stadträume für Fußgänger*innen in immer mehr Metropolen zur festen Tradition – etwa in Paris, Madrid, Brüssel, Mailand, New York und Mexiko-Stadt.​